Inbev Deutschland hat einen neuen Weg gefunden, Kostzen einzusparen. Mitten in der Hochsaison für Bier meldete der Konzern für 110 der 130 Mitarbeiter der Hannoveraner Gilde-Brauerei bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit an.
Die Beteiligung der Allgemeinheit am Umstrukturierungsprogramm ist offenbar Bestandteil des neuen Sozialtarifvertrages, der den deutschen Inbev-Beschäftigten jetzt vorgestellt wurde. Darin ist vereinbart, dass Inbev das Kurzarbeitergeld auf 82,5% des Normalgehalts aufstockt. Üblich sind 60 bzw. 67%. Der Vertrag sieht weiter eine Fortführung der Altersteilzeitregelung vor, wobei InBev die Beiträge zur Rentenversicherung bis zu acht Jahre auf 95 Prozent aufstockt. Bei Wegfall des
Arbeitsplatzes zahlt der Braukonzern hohe Abfindungen – bis 300.000 Euro für langjährige Beschäftigte, die älter als 51 Jahre sind. Betriebsbedingte Kündigungen sind vorerst ausgeschlossen. Vorausgesetzt, der Braustandort geht nicht komplett in die Insolvenz. (04.09.2009, 12.00 Uhr)


