Der Neutraublinger Anlagenbauer Krones hat durch die weltweite Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr 34,5 Mio Euro verloren; für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der Vorstand laut einem soeben veröffentlichten Konzernbilanz aber wieder mit einem Umsatzwachstum von 5 % bis 15 % und einem positiven Konzernergebnis im zweistelligen Millionenbereich.
Der Weltmarktführer, der im vergangenen Jahr Kurzarbeit anmeldete und auf Kündigungen verzichtete, blickt nach eigenen Angaben auf das "wohl schwierigste Jahr in der 59-jährigen Unternehmensgeschichte" zurück; die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen sei weltweit um mehr als 25 % gesunken, besonders dramatisch war demnach die Situation in Nordamerika und Osteuropa sowie Russland. Die Aufträge gingen bei Krones in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 % auf 1.916,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2.326,5 Mio. Euro) zurück. Wegen der abgeschwächten Auftragseingänge verringerte sich der Konzernumsatz 2009 gegenüber dem Rekordjahr 2008 um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2.381,4 Mio. Euro).
Wohl auch deshalb verweist der börsennotierte Konzern (der für 2009 keine Dividende auszahlen will) darauf, dass er zum Stichtag 31.12.2009 frei von Bankschulden gewesen sei und über eine Nettoliquidität in Höhe von mehr als 135 Mio. Euro verfüge.
Aus der "Schockstarre" (Krones) erwachte die Branche offenbar während der Münchner Drinctec im Herbst 2009. Für Krones hat sich Messe offenbar ausgezahlt: Der Umsatz von Krones habe im ersten Quartal 2010 mit 533,5 Mio. Euro das Vorjahresniveau von 482,3 Mio. Euro um 10,6 % übertroffen. Regional betrachtet war demnach in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 der Ordereingang aus Asien, China, Afrika und dem Mittleren und Nahen Osten "besonders gut". Die Nachfrage aus den USA, Osteuropa und Russland blieb aber ofenbar noch immer schwach. (27.04.2010, 12:11 Uhr)



