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Kopf der Woche: Wolfgang Scheidtweiler

Spätestens seit letzter Woche (INSIDE 855) hatte sich der Deal abgezeichnet: Die Pfungstädter Brauerei, Anfang Juni unter einen Schutzschirm gerutscht und damit nach jahrelangem Gewurstel kurz vor der Insolvenz, hat, wie es aussieht, am Ende doch noch einen Käufer gefunden. Wolfgang Scheidtweiler resp. ein Unternehmen seiner Familienholding, bekommt den Zuschlag - wenn alles glatt geht.

Zuletzt hatten sich die Scheidtweilers in der Branche mit der Übernahme von Hatz-Moninger in Karlsruhe einen Namen gemacht (INSIDE 805). Der diplomierte Braumeister Wolfgang Scheidtweiler, Jahrgang 1947, hatte Mitte der 60er Jahre in Weihenstephan seine spätere Frau Andrea aus der Konstanzer Bierdynastie Ruppaner kennengelernt, der auch das Bayerische Brauhaus Pforzheim gehörte. Nach der Einheirat vergrößerte Scheidtweiler das Firmen-Netz Stück für Stück und weitgehend im Familienverband: 2010 eiste er die Eppinger Palmbräu aus der Insolvenz (INSIDE 574) und sicherte sich in einem zähen Verfahren gegen Welde-Chef Spielmann auch die Markenrechte an Palmbräu.

Die Brauerei wird inzwischen von Tochter Dorothee Scheidtweiler und seinem Patensohn Lionel Berger geführt. Auch die 2014 übernommene Brauerei Franz in Rastatt funktioniert. Schwiegersohn Johannes Schweitzer ist in Personalunion Geschäftsführer des von Scheidtweiler 2013 übernommenen Bad Liebenzeller Mineralbrunnens und der örtlichen Freizeit und Tourismus Bad Liebenzell GmbH.

In Pfungstadt rannte Scheidtweiler offene Türen ein. Brauerei und Stadtverwaltung waren noch traumatisiert vom unrühmlichen Gewurstel um den mutmaßlichen Investor Uwe Dieter Krück, der am Ende absprang. Scheidtweilers müssen nun zum einen die Option zum Kauf des Grundstücks ziehen und die knapp 100 Gesellschafter der Brauerei zum Verkauf derselben animieren - was ihnen nicht schwerfallen dürfte. Es ist für alle Beteiligten in letzter Sekunde die beste Lösung.

 

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