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Kopf der Woche: Uwe Riehs

Hohe Kontinuität ist im Biermarketing das A und O, und bei Krombacher ganz besonders. Als Uwe Riehs 2009 von Kraft Foods zu Krombacher kam, musste sich der neue Marketing-Geschäftsführer deshalb erstmal mit unauffälliger Arbeit im Hintergrund begnügen. Statt großer Transformation oder Revolution, statt neuen Kampagnen und neuer Strategie bestand Riehs´ Aufgabe lange Jahre darin, die Marke mit ganz kleinen, möglichst unsichtbaren Pinselstrichen aktuell zu halten.

Erst vor zwei Jahren schließlich durfte Riehs auf die Sahne hauen und gemeinsam mit der Agentur Kolle Rebbe eine neue Kampagne entwickeln. Nun tauchen in der Krombacher-Werbung auch mal Menschen auf. Für den geschäftsführenden Gesellschafter Bernhard Schadeberg war es damals die "bedeutendste Veränderung seit vielen Jahren". Doch der große Wurf schlug sich am Markt nicht unbedingt nieder.

Immerhin bei Schweppes und Orangina konnte sich Riehs erfolgreich austoben. Dort kletterten die Absätze, während Bier leicht rückläufig blieb. Riehs'  AfG-Chef Lars Dammertz wurde deshalb jetzt auch zum neuen Marketingleiter Krombacher ernannt, Amtsinhaber Andreas Scholten tritt brav eine Ebene zurück.

Und Riehs selber? Er ist seit diesem Donnerstag so etwas wie ein Auslaufmodell. Krombacher gab bekannt, dass die hausinterne Regel für Geschäftsführer, wonach keiner länger arbeiten darf als bis 62, auch für ihn gilt. Riehs wurde am 15. Juli 1961 geboren. Mitte nächsten Jahres ist also Schluss.

Intern wurde bereits hochgerechnet, wann dann auch Bernhard Schadeberg, 56, den Maschinenraum verlassen könnte. Doch für Gesellschafter liegen die Regularien womöglich anders. Bernhards Vater Friedrich Schadeberg († 2018) zeichnete noch mit 96 Jahren als Geschäftsführer.

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