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Kopf der Woche: M.Mosa

Es wird einsam um den Vorstandschef der Edeka. An der Machtposition von Markus Mosa mag noch niemand rütteln, sein Vertrag läuft bis 2027. Doch der seit 13 Jahren amtierende Vorstandsdiktator muss erleben, dass die Realität außerhalb der Hamburger Zentrale sich verändert hat. Auch bei Getränken. Der Crash mit Eigenmarken-Füller Altmühltaler/Schäff im Frühjahr stieß bei den Edeka-Genossen bereits auf Unverständnis. Und nun auch noch Coca-Cola, der wichtigste Umsatzbringer in der Getränkeabteilung.

Gerne verwenden Mosas Leute in Lieferantengesprächen die Floskel, "Sie entscheiden, ob Sie uns beliefern wollen", nur um das böse Wörtchen Auslistung zu vermeiden. Jetzt hat CCEP-Deutschland-Chef John Galvin genau das getan: Entschieden, dass Coca-Cola nicht liefert, wenn Edeka die neuen Preise nicht akzeptiert. Aufgeregt wurde in Hamburg an einem Wording gefeilt, um den Genossen den Streit zu erklären. Cokes Erhöhung würde "Mehrkosten in Höhe von etwa EUR 100 Mio." verursachen. Klingt nach einer gigantischen Summe, freilich nur wenn man ausblendet, dass die Edeka mit Coca-Cola einen Jahresumsatz von über 1 Mrd Euro dreht und die "Mehrkosten" mit erhöhten Regalpreisen an die Kunden weiterreichen kann.  Arg lang dürfte dieser Taschenspielertrick bei den Genossen nicht halten. Dort wünscht man sich eine schnelle Einigung. Dazu allerdings müsste Mosa vom Sockel steigen.

 

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24.02.2026

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