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Kopf der Woche: Mark Hunter

Als Peter Swinburn, 61, vergangenes Jahr nach sechs Jahren als Vorstandschef von Molson Coors abdankte, rückte ein Europäer nach: Mark Hunter, 51 Jahre alt und damals gerade Chef von Molson Coors Europe. Ebenso wie Swinburn blickte Hunter auf eine lange Brauereikonzern-Karriere zurück: 1989 stieß er als Ex-BulmersDrinks-Mitarbeiter zu Bass Brewers, wo er schließlich bis 2005 als Marketingleiter im Vorstand von Bass Brewers Ltd. und Coors Brewers Limited saß. Später war er bis 2007 Chief Commercial Officer bei Molson Coors Canada, dann kam er als Geschäftsführer von MCBC UK wieder zurück nach Großbritannien, bevor er im Januar 2013 die Geschäftsführung (CEO und Präsident) von Molson Coors Europe übernahm. Eine illustre, polyglotte Karriere - und eine, der Molson Coors jetzt, da die Zahlen wackeln, eine Premium-Offensive in eben Europa beschert.

 

Jede Woche ein Kopf der Woche - Der Überblick

 

Wie viele andere Konzerne schrieb MC kein gutes erstes Halbjahr 2015: Der Konzern hat alleine im vergangenen Quartal 1,9 % auf 16,3 Mio hl Absatz weltweit verloren. Der Netto-Umsatz krachte um 15,4 % in den Keller, auch wegen Währungseffekten. In Europa hat MC im zweiten Quartal zwar auch 1,1 % Verkaufsvolumen verloren (insbesondere wegen der Mengenverluste von Modelo-Marken). Doch Hunter hat aufgezeigt, wo der Weg für ihn hinführt: zu Craftbieren und ins Premium-Segment - mit Coors Light, Doom Bar und Staropramen habe man, so der Konzern, starkes Wachstum erzeugt. Von der Übernahme des Staropramen-Vertriebs in UK und den neuen Vertriebsrechten für Swedish Rekorderlig Ciders ebendort und in Irland verspricht sich MC weitere 350.000 hl für das europäische Biergeschäft ab 2016. Heißt: Molson Coors will auf seinen amerikanischen und europäischen Märkten mit Top-Brands den Turnaround bei den Gesamt-Absätzen schaffen. 

 

Kurz vor Hunters Antritt an der MC-Spitze wurde die von AB Inbev bei der Private-Equity-Gesellschaft CVC Capital Partners „geparkte“ insgesamt rund 13 Mio hl große StarBev überraschend von Molson Coors übernommen (INSIDE 696). Nicht erst seitdem er den Posten am Staropramen-Sitz in Prag innehat, sagen INSIDER Hunter ein großes Interesse an Europas größtem Biermarkt Deutschland nach. Der Einfluss von Hunter in den Zentralen Montreal und Denver auf die Strategie des 60 Mio hl großen Konzern ist nach der Kür zum Brauerei-Boss nicht geringer geworden.

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