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Kopf der Woche: Florian Schuh

Fünf Jahre hat Florian Schuh (die meiste Zeit zusammen mit Ex-Mitstreiter und Ski-Freund Karl Heinz Krawczyk) gebraucht, dann hatten die Schadebergs angebissen: Seit dem jetzt erfolgten minderheitlichen Einstieg von Pilsmarktführer Krombacher beim Starnberger Brauhaus (INSIDE Hot-Shot vom 19.07.2020) kochen in der oberbayerischen Bierlandschaft die Emotionen hoch - nach dem Motto "wieder schnappt sich ein Konzern einen Mittelständler". Die übliche Übertreibung.

Schon vor drei Jahren - exakt im Juli 2017 - hatte Schuh öffentlichkeitswirksam postuliert, auf der Suche nach a. einem neuen Gelände und b. einem Investor zu sein (INSIDE 726). Interessenten hatten also lange genug Zeit, sich um den Ex-Finanzmann Schuh zu bemühen, der bei der inzwischen auf maximal 10.000 hl angeschwollenen Brauerei früh Fakten schuf: Erst kaufte er Krawczyk 40 % von dessen Anteilen ab, später den Rest. Aktuell stehen sich die Beiden in München vor Gericht gegenüber, Schuh will Schadensersatz (in Höhe von über 600.000 Euro) für angebliche mangelhafte Entscheidungen in der gemeinsamen Zeit, in der Krawczyk noch Mit-Gf war. Krawczyk gehört auch die Immobilie, aus der Schuh so schnell wie möglich raus will.

Auf der anderen Seite des Starnberger Sees, in Feldafing, entsteht jetzt eine 70.000 - 100.000 hl-Brauerei. Die nach Sortenbezeichnung und Gebinde streng nach dem Vorbild Tegernseer gestalteten Biere (Hell, Spezial, Seenator) sollen ab Frühjahr 2021 in der neuen Brauerei hergestellt werden. Slogan: „Gebraut in Feldafing, der Perle am See“. Schadeberg hat sich im Gegenzug für seine Beteiligung die nationalen Vertriebsrechte (außerhalb des Starnberger Kernmarktes) gesichert. Und künftig ein eigenes Euroflaschen-Helles mit bayerischem Absender im Bauchladen.

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