Mit Dr. Martin Leibhard als Gf der illustren Münchner Augustiner-Brauerei verhält es sich aus Sicht der wachsenden Hellbier-Legionen hierzulande wie mit Bernhard Schadeberg bei den Pils-Brauern: Jeder Wettbewerber scharrt so lange mit den Hufen, bis der Marktführer mit einer Preiserhöhung voran marschiert. So auch diesmal: Mit einer - man ist geneigt zu sagen: augustinischen - Kargheit, die alles auf den Punkt bringt, hat die selbst im Krisenjahr 2020 um 2,6 % auf knapp 1,7 Mio hl gekletterte Brauerei per Nikolaustag eine Preiserhöhung (7 Euro/hl bei Fassbier und 6 Euro/hl bei Flaschenbier) zum 1. Februar 2022 angekündigt. Zeitlich ziemlich knapp für Branchenverhältnisse. Aber es ist eben Augustiner.
Zum letzten Mal vor zwei Jahren konnte auch eine deftige Preiserhöhung am Nimbus Augustiners als Volksmarke nicht rütteln. 2020 lief gut, und selbst im ersten Halbjahr 2021 entwickelten sich die Geschäfte laut INSIDE-Halbzeitbilanz (Ausgabe 881) trotz eines dicken Fassbier-Minus´ von 43 % insgesamt weiter positiv: + 2,4%. Da können die vielen Me-toos des Münchner Dauerbrenners (angeführt von Bayreuther Hell, Tegernseer, Mooser Liesl & Co.) ihre Kapazitäten und Vertriebsetagen ans Limit fahren und, wie nun zu erwarten steht, ihrerseits mit Preiserhöhungen aus der Deckung kommen - das von Dr. Martin Leibhard und Mit-Gf Werner Mayer geführte Flaggschiff hat wieder mal den dicksten Wind im Segel.

