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Kopf der Woche: Carl Glauner

Es war Februar im Jahr 2000 (also noch vor dem Übernahmewahnsinn, der kurz darauf über die deutsche Brauereilandschaft heraufziehen sollte), als der von den Gläubigerbanken eingesetzte Krisengeschäftsführer Konrad Fröhlich der AlpirsbacherKlosterbrauerei einen strengen Diätplan verordnete. Das Haus war damals noch 250.000 hl groß und wenige Wimpernschläge vom Auseinanderbrechen entfernt. Die Zeiten liefen für Inhaber Carl Glauner nicht so gut: "Weil er", so INSIDE damals, "immer noch nicht begriffen hat, dass er nichts mehr zu melden hat, musste er auf Geheiß von Fröhlich Anfang dieser Woche sein Büro in der Brauerei räumen." - Im Nachhinein, muss man sagen, eine temporäre und folgenschwere Fehleinschätzung. Fröhlich (dessen Diätplan die erhoffte Wirkung zeigte), wurde nach vollendeter Mission wieder abgezogen; Glauner aber verkündete schon einen Monat später, im März 2000, auf der Intergastra, komplett revitalisiert den Anfang einer neue Ära.

 

Seitdem führt Glauner das Haus unbeirrt und wertschöpfungsorientiert; 2015 stieg der Umsatz von zuvor 22,0 auf 25,2 Mio Euro, der Bierabsatz um 3,3 % auf knapp 190.000 hl und der Verkauf von AfG (incl. Sinalco) um satte 38.5 % auf rund 25.000 hl. Ergo: 6,4 % mehr Getränkeabsatz. Davon träumt man anderswo. Unbeirrt bzw gerade deshalb kündigte Glauner schon im Februar (wieder mal) eine Rampenpreiserhöhung um 3 % an (INSIDE 746) - plus die Einführung einer flotten 0,25-Liter Individualflasche, die Gf Markus Schlör für 3,99 Euro pro Viererpack ins Regal bringen will. Und, wie sollte es anders sein: 5 % Umsatz-Zuwachs im ersten Halbjahr 2016.

 

Alles im Fluss. Weswegen sich Glauner nun, da die Geschäfte brummen, noch einen Verkaufsleiter Gastronomie zulegt: Am 1. August wechselt der langjährige Heineken-VKL Christian Link nach Alpirsbach. Er führt künftig die sechs Gastro-Gebietsverkaufsleiter und Sinalco-Betreuer Matthias Jenne, die bisher direkt an Geschäftsführer Markus Schlör berichten. Wie es bei Alpirsbacher heißt, ist in den Ballungsräumen Karlsruhe, Freiburg, Stuttgart noch Luft nach oben, insbesondere in der jungen Gastronomie.

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