Gastronomie und Handel zählen laut einem heute veröffentlichten DsiN-Praxisreport Mittelstand zu den Hauptzielen feindlicher IT-Angriffe. Demnach erlitten 50% und damit die Hälfte aller Betriebe des Gastgewerbes und immerhin noch 21 % des Handels 2021/22 "erhebliche oder Existenz bedrohende Schäden" durch Cyberangriffe. Industrie (14 %) und Gesundheitsberufe (11 %) folgen auf den Plätzen.
Erstaunlich: Obwohl die Gefahrenlage mittlerweile eigentlich jedem klar sein müsste, verzichten noch immer 37 % aller Unternehmen komplett auf eine Risikoermittlung, 29 % begnügen sich mit einer einmaligen Bestandsaufnahme. Es bestehe hier ein "sehr hoher Nachholbedarf in Deutschland", schreiben die Autoren der Studie, die vom "Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN).
Wie es in der Studie weiter heißt, setzen 22 % der untersuchten Unternehmen keine speziellen Schutzmaßnahmen um, 33 % täten dies zwar, überprüften aber nicht, ob sie auch funktionierten. Weitere 27 % überprüfen die Schutzmaßnahmen erst im Verdachtsfall - also auch dann, wenn es schon zu spät sein kann.

