Red Bull verleiht offenbar nicht nur Konsumenten Flügel. Wie jetzt bekannt wurde, ist diese Woche der 31-jährige Spross des mega-reichen thailändischen Yoovidya-Clans, Yorayuth Y., via Interpol weltweit zur Festnahme ausgeschrieben worden. Problem dabei: Der junge Mann ist seit Jahren auf der Flucht - wenn auch ganz offen.
Den Yoovidhyas gehören insgesamt 51 % an Red Bull, die restlichen 49 % liegen bei Dietrich Mateschitz. Vor fünf Jahren soll Yorayuth Y. mit einem 660 PS starken Ferrari in Bangkok einen Polizisten auf einem Motorrad erfasst haben. Der Mann starb, Yorayuth aber kam (bislang) ungeschoren davon. Sein Anwalt erklärte, sein Mandant habe erst nach der Fahrt Alkohol getrunken, um seine Nerven zu beruhigen. Aus der Kleingeldkasse überwies der Yoovidhya-Clan laut internationalen Medienberichten rund 100.000 Dollar Entschädigung an die Familie des Polizisten. Vor Gericht musste sich der reiche Spross nie verantworten- was in Thailand den nachvollziehbaren Vorwurf nährte, Superreiche könnten dort tun, was sie wollten. Yorayuth Y. selbst tingelt seit Jahren durch die Welt und lässt seine sozialen Netzwerke an seinem exorbitanten Leben teilhaben.
Dass Yorayuth Y. nun zur Festnahme ausgeschrieben ist, heißt noch lange nicht, dass er in Thailand auch verurteilt wird. Sein Fall bereitete der Militärregierung zuletzt allerdings Kopfschmerzen, weil die Generäle ein Ende der Vetternwirtschaft versprachen.


