Wieder über drei Mio hl. Das Phänomen Veltins hat auch 2021 stattgefunden. Nach V+ und Grevensteiner hat die Führungsmannschaft um Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Dr. Volker Kuhl mit dem Hellen Pülleken ein weiteren Volltreffer gelandet und als erste Top-Pilsmarke den Transfer in das boomende Hellbiersegment geschafft. Das erst im Sommer 2020 vom Stapel gelaufene Retrobier in der knubbeligen Flasche ging durch die Decke. Die etwas flachere Kurve im zweiten Halbjahr (per 30.6. waren bereits 100.000 hl erreicht) hängt auch mit zwischenzeitlichen Leergutengpässen zusammen.
Bemerkenswert ist im Hochsauerland aber vor allem die Entwicklung der Hauptmarke, die sich vom Pilstrend abzukoppeln scheint. Im zweiten Halbjahr hat Veltins Pils kräftig aufgeholt. Von minus 95.000 hl per 30. Juni (INSIDE 881) auf plus 4.000 hl im Gesamtjahr. So kam Deutschlands viertgrößte Biermarke wieder auf über drei Millionen Hektoliter. Allmählich kann Bitburger den Atem der Sauerländer im Nacken spüren, auch weil die früheren Überflieger V+ und Grevensteiner ihr Volumen einigermaßen stabil hielten. Discount-Key Accounter Reinhard Berkemeier konnte diverse Listungen und Aktionen bei Aldi und Lidl vereinbaren, was besonders Veltins Fassbrause zugute kam, die mit dem Dosenwachstum auf altes Volumen zurückkehrt.
Artikel aus INSIDE 893



