Welche Auswirkungen hat die überraschende Einigung im Arbeitskampf bei Inbev Belgien auf die Jobs in Deutschland? Nachdem Ende vergangener Woche die belgische Inbev-Zentrale ihre Pläne (zumindest vorerst) wieder eingefroren hat, 263 Leute zu entlassen, und stattdessen sanfte Einsparungen versprach (die offenbar Abfindungszahlungen nicht ausschließt), fragt man sich u.a. in deutschen Gewerkschaftskreisen, ob der Konzern dann nicht nochmal in Deutschland den Rotstift spitzt. Hierzulande wollte Inbev bekanntlich von Anfang an rund 100 Stellen mehr als in Belgien abbauen; im Vergleich zu den belgischen Kollegen, die die Werkstore blockierten und die Auslieferung von Inbev-Bieren verhinderten, bleibt es in Deutschland bisher ruhig. Zu ruhig, wie nun in einigen Gewerkschaftskreisen befürchtet wird. Der Konzern selbst übt sich in Beruhigung: Jede Regionalgesellschaft entscheide selbst, wieviele Arbeitsplätze sie abbaue, zitiert die FAZ einen Unternehmenssprecher. (25.01.2010, 11:34 Uhr)


