In Homburg sorgt die Karlsberg-Brauerei weiter für Schlagzeilen. Nur wenige Tage, nachdem NGG und Brauerei bekannt gegeben hatten, der Standort sei bis auf weiteres gesichert, gab es am Sonntag abend Großalarm: Im Keller der Brauerei war Ammoniak ausgetreten. Eine Fußball-Fanmeile wurde gegen 19 Uhr aus Sicherheitsgründen aufgelöst; nach Berichten der örtlichen Presse riegelte die Feurwehr die Innenstadt ab, wobei "viele der 150 Feuerwehrleute ihren Dienst in schwarz-rot-goldener Schminke und mit Deutschland-Trikot unter der Uniform" versahen. Größere Schäden gab es aber offenbar nicht.
Erst vor einer Woche hatten sich die Gewerkschaft NGG und Karlsberg darauf verständigt, den Standort Homburg zu erhalten; dafür wird es seitesn der Belegschaft Zugeständnisse bei Weihnachts- und Urlaubsgeld geben müssen; die Einigung sieht in den kommenden vier Jahren eine Tariferhöhung von jährlich jeweils einem Prozent vor. Der Arbeitgeberanteil zur Altersvorsorge wird für die Dauer von vier Jahren eingefroren; möglich auch, dass es zu Entlassungen bei der Belegschaft kommt. Karlsberg will im Gegenzug 10 Mio Euro in neue Technik und die Weiterbildung von Mitarbeitern stecken. (28.06.2010, 11:34 Uhr)


