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Bewegung an der Bierpreisfront

Über erneute Preiserhöhungen (oder wie die Industrie gerne sagt: Preisanpassungen) denkt momentan so gut wie jede Brauerei in Deutschland nach. Das Problem: Die meisten Großbrauer haben erst vor wenigen Monaten erhöht. Paulaner im Februar, die Premium-Pils-Brauer à la Veltins oder Krombacher im April/Mai.

Doch an eine zweite Preiserhöhung innerhalb eines Jahres - vor allem beim Flaschenbier - traute sich bisher noch niemand ran. Bis jetzt.

INSIDER berichten, dass die über 1,3 Mio hl große HeinekenDeutschland, die Marktbeobachtern zufolge aktuell 30% über Plan liegt und laut letzten veröffentlichten Zahlen 2020 einen Jahresüberschuss von über 4,7 Mio Euro erzielte, zum 1.12. die Preise für Flaschenbier der Marken Heineken (10 Euro/hl), Desperados (14 Euro/hl), Birra Moretti (10 bis 12 Euro/hl) und zum 1.1.23 das Fassbier um 20 Euro/hl für Heineken, Gösser Natur Radler, Gösser Gold, Birra Moretti sowie die kleineren Marken Murphy's, Foster's, Newcastle Brown, Strongbow sowie Apfel Räuber erhöht. Für Gösser Natur Radler in der Dose (24x0,5l) ist zudem eine Erhöhung von 15 Euro/hl vorgesehen.

Erste Schreiben sind demnach bereits bei einigen LEH-Einkäufern und Fachhändlern eingegangen. Die Niederländer hatten bereits zum 1.1.22 die Kistenware um 10 Euro/hl und Sixpacks gar um 13 Euro/hl angezogen. Um stolze 15 Euro je hl kletterten zu Jahresbeginn die Fasspreise nach oben (INSIDE 887).

Auch bei anderen großen Playern wie der Radeberger Gruppe soll es laut INSIDERN Überlegungen geben, demnächst mit einer zweiten Preiserhöhung um die Ecke zu kommen. Es ist wieder Bewegung an der Bierpreisfront.

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