Zweckoptimismus bei Heineken: Trotz gewaltiger Absatzverluste vor allem in Europa trommelt Chairman Jean-François van Boxmeer unverdrossen die Werbetrommel für seine angekündigten und teilweise auch schon umgesetzten Sparmaßnahmen. Dabei verlor der Heineken-Konzern im ersten Halbjahr 09 auf vergleichbarer Basis (also ohne S&N) im Vergleich zum Vorjahr 6,6 Prozent seines Gesamtabsatzes; vor allem die Marke Heineken knickte ein und verlor in der von Nico Nusmeier in Linz geleiteteten Einheit Zentral- und Osteuropa (wo die deutsche BHI-Beteiligung nicht konsolidiert wird) 13 Prozent von 1,4 auf 1,2 Mio hl. Zulegen konnte Heineken mit seiner Hausmarke nur in Afrika (plus 19 Prozent von 0,9 auf 1,1 Mio hl). Weltweit verlor die Marke Heineken 4,7 Prozent. Unterm Strich scheint sich der dem Konzern auferlegte drastische Sparkurs aber auszuzahlen; auf operativer Basis (EBIT beia) verdiente Heineken auf vergleichbarer Basis 13 Prozent mehr als noch im ersten Vorjahreshalbjahr (insgesamt 993 Mio Euro) bei einem Umsatz von 7,15 Mrd. Euro. (26.08.2009, 11:11 Uhr).



