Heineken hat im vergangenen Jahr weniger Bier verkauft als noch 2008, den Gewinn aber dennoch deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten sei auf vergleichbarer Basis um 14 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gestiegen, gab CEO Jean-François van Boxmeer heute morgen bekannt; der Jahresgewinn stieg um 4,1 auf 1,06 Mrd Euro. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf 14,7 Mrd Euro. Vor allem Preiserhöhungen hätten Geld in die Kasse gespült. Durch ein strenges Kostenmanagement sparte Heineken außerdem 155 Mio Euro ein.
Der konzernweite Bierabsatz sei dagegen um 1,5 Prozent gesunken. Heineken kann das Geld gut brauchen; im Zuge der Übernahme der mexikanischen Femsa (für insgesamt rund 6 Mrd. Euro) braucht der Konzern jede Menge Kleingeld. Wie von uns berichtet, dürfte es im Zuge von Heinekens aggressivem Kostensparprogramm TCM Stellenstreichungen in Großbritannien, Russland und in Rumänien geben; dass bei der tschechischen Louny-Brauerei die Lichter ausgehen, ist schon beschlossene Sache. (23.02.2010, 10:23 Uhr)



