Der Braukonzern Heineken hat sein Angebot für die Anteile, die sein Joint-Venture-Partner Fraser & Naeve (F&N) an dem Tiger-Brauer Asia Pacific Breweries (APB) hält, offenbar nochmals erhöht und soll nun 5,6 Mrd Singapur-Dollar (rund 3,6 Mrd Euro) auf den Tisch legen wollen. Notwendig war die Zugabe geworden, nachdem zuletzt auch der thailändische Milliardär Charoen Sirivadhanabhakdi hat mitbieten lassen - bzw die Kindest Place Group, die offiziell dem Schwiegersohn Sirivadhanabhakdis gehört. Dieser wiederum kontrolliert den Konzern Thai Beverage (u.a. Chang). Offenbar in den vergangenen Wochen sowohl Thai Beverage als auch Kindest Place Angebote für verschiedene Aktienpakete abgegeben, mit denen Heineken (das auf Dauer wohl die Alleinherrschaft bei APB anstrebt) nun konkurrieren muss.
Sollte es Heineken gelingen, F & N dessen Aktien abzukaufen, stiege der Anteil der Holländer an APB auf über 80 %. Internationale Kommentatoren verweisen allerdings darauf, dass in einem solchen Fall die Aktionäre von Fraser & Neave den Deal absegnen müssten. Zu diesen gehört aber offenbar wiederum Charoen Sirivadhanabhakdi mit seiner Thai Bev - was die Spekulation befacht, dass der Milliardär die Angebote für F&N-Anteile an APB nur deshalb in die Höhe treibt, weil er selbst von einem Verkauf an Heineken profiitieren würde.


