Wie andere große Hersteller (z.B. Diageo) auch hatte Heineken im ersten Halbjahr 2018 mit Wechselkurseffekten zu kämpfen. Weil sich auch die Übernahme von Kirin in Brasilien schwieriger gestaltet als offenbar erwartet, korrigierte der Braukonzern heute seine Prognose für die Gewinnspanne. Heineken hatte das Brasilien-Geschäft des japanischen Konzerns Kirin 2017 gekauft und allerdings schon damals davor gewarnt, dass dies die Bilanz negativ beeinflussen könnte.
Die Geschäfte des Konzerns liefen damit im ersten Halbjahr 2018 zwar nicht so gut, wie Analysten es sich erhoftt hatten - allerdings legte Heineken beim operativen Gewinn dank glänzender Geschäfte in Vietnam, Mexiko, Brasilien und jetzt auch wieder Russland um 1,3 % auf 1,75 Mrd Euro zu.
Was die Börse weniger interessiert, interessiert den Wettbewerb umso mehr: plus 4,5 % (auf 112,7 Mio hl) beim konsolidierten Bierabsatz (mit einem knackigen Wachstum von 13 % im asiatischen Raum und einem dünnen Verlust von 0,1 % in Europa) und 7,5 % bei der Marke Heineken (18,5 Mio hl) mit einem satten Zugewinn von 31,7 % im Raum Mittlerer Osten/Afrika/Osteuropa und immerhin noch + 1,8 % in (West-) Europa.


