Für Heineken lief das erste Halbjahr dem Anschein nach besser, als viele Analysten es erwartet hatten (weshalb auch prompt der Aktienkurs anzog); jedenfalls war die Freude groß, als das im vergangenen Jahr rund 180 Mio hl große Unternehmen heute eine Zwischenbilanz zog. Demnach hat der Konzern von Januar bis Juni seinen Umsatz organisch (bereinigt um Verkäufe und Wechselkurseffekte) um 4,6 % auf 10,2 Mrd Euro gesteigert; nicht bereinigt sank er allerdings um 1,4 %. Der operative Ertrag lag bei 1,45 Mrd Euro (+10 %), der Nettogewinn ging allerdings um 1,3 % auf 631 Mio Euro zurück.
Beim Bierabsatz gab es für Heineken wenig Grund zum Klagen; im ersten Halbjahr gab es ein organisches Wachstum von 3 %, nicht zuletzt wegen des guten Wetters und der Fußball-WM; im zweiten Quartal lag das Absatz-Plus bei 4,5 %. Heineken liegt damit in etwa auf einem Zuwachs-Niveau, wie es heute auch Carlsberg bekannt gegeben hatte. Allerdings muss sich Heineken nicht mit so vielen Baustellen in Osteuropa rumschlagen.


