Harte Bewährungsprobe für Großbritannien und seinen rund 45.000 Pubs: Das Vereinigte Königreich steht vor einer Pleitewelle in der Gastronomie. Nach steigenden Infektionszahlen werden weitere Corona-Restriktionen (z.B. bei Alkoholausschank) für Großbritanniens hochgradig systematisierte Gastronomie erwartet. Schon heute gilt eine vorgezogene Sperrstunde (22 Uhr) für die Pubs. Mitte dieser Woche - also noch vor weiteren Restriktionen - hat laut FAZ nun die 1.700 Pubs und weitere 1.000 Pächter zählende Kneipenkette Greene King bekanntgegeben, an die hundert Kneipen zu schließen. Zudem werden 800 Stellen abgebaut.
Auch in Schottland befürchtet man Massenentlassungen in der Gastronomie: Rund ein Viertel der 50.000 Stellen in Bars und Kneipen könnten verloren gehen. Dies belegt auch eine Studie der Universität Edinburgh: Demnach könnte durch die Corona-Restriktionen jedes vierte Tourismus- und Gastwirtschaftsunternehmen an den Rand des Ruins bzw. in die Insolvenz getrieben werden.
Es könnte sogar noch schlimmer kommen: Flächendeckend wurde nun in den schottischen Gastronomiebetrieben der Ausschank von Alkohol untersagt und die Sperrstunde auf 18 Uhr vorgezogen. Im Großteil der nördlichen Provinz, darunter in den Gastronomie-Hochburgen Glasgow und Edinburgh, gilt seit diesem Freitag sogar eine 16-tägige Zwangspause für das Gastronomiegewerbe.


