Harter Cut bei Hotels und in der Gastronomie: Infolge steigender Inzidenzzahlen ist der Umsatz beim Gastgewerbe im November 2021 gegenüber Oktober 2021 kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) um 12,5 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 12,1 % gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2020, in dem es teilweise Lockdown und nur sehr eingeschränkte Reisemöglichkeiten gab, hat sich der Umsatz im Gastgewerbe real zwar mehr als verdoppelt (+ 117 %). Er lag aber immer noch real 27,1 % unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Zudem gab es im Vergleich zum Vorjahr keinen adäquaten Lockdown-Ausgleich.
Insgesamt hat sich der Gastgewerbeumsatz 2021 gegenüber dem Vorjahr nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes real (preisbereinigt) nicht verändert. Nominal (nicht preisbereinigt) ist er um 2 % gestiegen. Damit waren die Jahre 2020 und 2021 die umsatzschwächsten seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Im Vergleich mit dem Jahr 2019 hat das Gastgewerbe 2021 real gut 40 % und nominal fast 36 % weniger umgesetzt.
Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten im November 2021 gegenüber Oktober 2021 ein reales Umsatzminus von 14,8 %. Gegenüber November 2020 stieg der reale Umsatz um 255 %. Trotz dieses Anstiegs lag der reale Umsatz im November 2021 noch 28,7 % unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. In der Gastronomie fiel der reale Umsatz im November 2021 im Vormonatsvergleich um 11,1 %. Im Vergleich zum November 2020 stieg der Umsatz um 79,4 %, lag allerdings noch immer 26,6 % unter dem Niveau vom Februar 2020.


