Die Corona-Krise hält Gastronomen und Caterer weiter in Atem. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag der Umsatz in der Gastronomie (2018: 65,1 Mrd Euro) von März bis August 2020 real (preisbereinigt) um 40,5 % unter dem des Vorjahreszeitraums - und das, obwohl die Geschäfte im Sommer wieder anzogen (Im August etwa fiel der Umsatzrückgang der Gastronomie im Vorjahresvergleich mit 22,3 % vergleichsweise gering aus). Jetzt aber kommen Winter und erneute Restriktionen (ein diskutierter "Lockdown light" würde vor allem Gastgewerbe und Veranstaltungen massiv einschränken), es ist also noch lange kein Ende der Misere in Sicht.
Bei Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale mit Lieferdiensten lagen die Umsätze von März bis August 2020 um 29,3 % unter denen des Vorjahreszeitraums. Die Caterer traf es am härtesten: -42,1 %.
Obwohl Kurzarbeiter weiter als Beschäftigte gezählt werden, lagen die Beschäftigtenzahlen von März bis August 2020 um etwa ein Sechstel unter denen des Vorjahreszeitraums (-17,6 %). Im selben Zeitraum meldeten 753 Unternehmen Insolvenz an – 126 weniger als im Vorjahreszeitraum und 135 weniger als von März bis Juli 2018 - Zahlen, die freilich einen Schönheitsfehler haben: Die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen wurde zum 1. März 2020 ausgesetzt. Die Zahlen sind also nicht aussagekräftig, vielmehr vermuten die meisten Brancheninsider, dass die Zahl der Insolvenzen sprunghaft steigen wird, wenn die Antragspflicht wieder gilt. Anfang Oktober wurde die Aussetzung der Antragspflicht bis zum 31. Dezember 2020 verlängert, aber nur für Unternehmen, die infolge der COVID-19-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein.



