Edeka darf wohl doch die Supermarktkette Kaiser´s Tengelmann übernehmen - wenn auch mit harten Auflagen. Das "Handelsblatt" hatte bereits vor einer Pressekonferenz am heutigen Nachmittag berichtet, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Fusion gegen die Empfehlung der Monopolkommission und gegen ein Verbot des Bundeskartellamtes genehmigen will.
Unterdessen konkretisiert sich, welche Auflagen Gabriels Ministerium erlassen hat: Wie es heißt, könnte eine Beschäftigungsgarantie für mindestens 95 % der Angestellten in den Filialen ebenso festgeschrieben werden wie rechtssichere Tarifverträge und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen (für einen gewissen Zeitraum). Auch ist ein Moratorium geplant, nach dem die Filialen fünf Jahre lang nicht an selbständige Lebensmittelhändler verkauft werden dürfen.
Was ergo auch heißt: Nach spätestens fünf Jahren werden die Karten neu gemischt. Zwei Wochen lang haben nun alle Verfahrensbeteiligten Zeit, sich zu äußern. Kaiser's Tengelmann betreibt rund 450 Filialen und beschäftigt rund 16.000 Menschen. Seit eineinhalb Jahren feilschen die Beteiligten mit Wettbewerbern um eine Lösung; insbesondere die Rewe hatte bis zuletzt vehement gegen den Deal gekämpft - und sich dabei selbst als möglichen Investor in Stellung gebracht.
(aktualisiert 14:27 Uhr)



