Spekulationen über ein Zusammengehen von SAB Miller und Diageo zu einer Milliarden schweren Getränke Gruppe haben die Kurse der beiden Unternehmen an der Börse angeheizt. Demnach könnte SAB Miller (mit einer Marktkapitalisierung von geschätzt 54 Mrd Dollar - umgerechnet etwa 40 Mrd. Euro) auch deshalb einen Deal mit Diageo einfädeln, um damit die mögliche Versuche von Konkurrent AB Inbev abzuwehren, seinerseits über das Biergeschäft Diageos größeren Einfluss auf den afrikanischen Markt zu erlangen. Umgekehrt könnte, käme es zu einer Art Fusion zwischen SAB Miller und Diageo, dann SAB Miller das Biergeschäft des Partners (u.a. Guiness) über das eigene weltweite Vertriebsnetz distributieren und somit Synergien erzeugen.
Diageo vestärkt zeitgleich seine Anstrengungen, über eine Mehrheitsbeteiligung beim indischen Konzern United Spirits Einfluss auf den dortigen Markt zu gewinnen - den in Volumen gerechnet größten beim Whisky. Beobachter gehen davon aus, dass Diageo damit u.a. auch die strengen Importregeln Indiens für Spirituosen umgehen könnte.


