Via Stuttgarter Zeitung gibt der Kelheimer Weißbräu Georg Schneider tiefe Einblicke ins deutsche Biergeschäft. "Obwohl es in Deutschland unendlich viele Billigweine gibt, werden 13 Prozent des Umsatzes heute mit nur drei Prozent der Menge gemacht." Auch der deutsche Biermarkt wird in zwei Märkte "einen Konsum- und einen Spezialitätenmarkt" zerfallen, glaubt Schneider. Freude bereitet den Bräu das Ausland, und dabei insbesondere die Schweiz. Schließlich zahlen die Eidgenossen umgerechnet 38 Euro für die Kiste Bier. "Die Hälfte der Menge im Ausland zu verkaufen, das würde mir gefallen", so der Wunsch des Bräus. Wenn allerdings die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan bei Ausschreibungen im Ausland "unsere Preise unterbietet, ist das Unfug!" Trotz positiver Exportentwicklung geht Schneider in diesem Jahr von einem Absatzminus von 4,5 Prozent auf inklusive Auslandsgeschäft auf dann 285.000 hl Absatz aus. Größtes Sorgenkind im Inland dürfte das Ländle sein, wo Schneider Weisse in den ersten sechs Monaten zweistellig die Absätze um die Ohren flogen. (30.07.2010; 11:10 Uhr)



