Wer im Urlaub auf Bier und Wein nicht verzichten will und trotzdem nach Norwegen fährt, sollte den Gürtel. schon mal enger schnallen. Laut den Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat lag der Preis für alkoholhaltige Getränke dort 2016 bei 250 % des europäischen Durchschnittts - absoluter Spitzenreiter. Nicht ganz billig waren auch Island (226%), Finnland (172%), Schweden (141%) und Dänemark (138%), die Türkei (190%), Irland (175%), das Vereinigte Königreich (163%) und die Schweiz (121%).
Vergleichsweise günstig war der Einkauf von alkoholischen Getränken hingegen in Frankreich (86%), den Benelux-Ländern und in Deutschland (je 84%). Am billigen Ende der Tabelle: die Balkanstaaten mit Mazedonien (61%), Rümänien (72%), Serbien (68%) und Bulgarien (64%).
Die zum Teil gravierenden Preisunterschiede animieren Kunden immer wieder zu kreativen Lösungen. Dieser Tage schlugen die norwegischen Zollbehörden Alarm. Von Januar bis Juni dieses Jahres wurden dort schon über 140.000 Liter Bier (eine Zunahme von 40 %) und 20.000 Liter Spirituosen sichergestellt ( +50%), die aus Schweden ins Land geschmuggelt worden waren.
Dass Alkohol in Norwegen so teuer ist, liegt aber nicht nur an den hohen Alkoholsteuern, sondern am allgemein sehr hohen, durch den Ölreichtum des Landes bedingten Preisniveau. Lebensmittel (ohne alkoholische Getränke) allgemein kosten in Norwegen 159 % mehr als der europäische Schnitt.


