Nach neun Preissenkungsrunden in 2009 - alle angeführt vom Discounter-Primus Aldi sieht die Ernährungsindustrie "alle Möglichkeiten ausgereizt". Weitere Preissenkungen würden viele Hersteller in die Insolvenz treiben, sagt Sabine Eichner Lisboa vom Bundesverband der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Eichner Lisboa glaubt deshalb, dass die Preise "nicht weiter fallen". Sie wird dabei unterstützt vom Verbandskollegen Michael Gerling, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL). Gerling prognostiziert nach einem "preisbedingten Rückgang von 2 Prozent oder 1,5 Mrd. Euro in den ersten sieben Monaten" bis Ende 2009 eine "leichte Besserung". Eichner Lisboa meldet für die Ernährungsindustrie von Januar bis einschließlich Juni aufgrund der Preissenkungen ein Umsatzminus von 4 Prozent auf 85,7 Mrd. Euro. Preisbereinigt soll in etwa (minus 0,3 Prozent) das Vorjahresniveau erreicht worden sein. Dabei blieb laut BVE auch das Ausland nicht vom Preisverfall verschont. Hier wird ein Umsatzminus von 5 Prozent auf 21,5 Mrd Euro ausgewiesen. (29.09.2009, 16.16 Uhr)


