Nach Behauptung der Deutschen Umwelthilfe DUH werden die in Deutschland exklusiv von der Radeberger Gruppe verkauften Corona-Flaschen (2011 rund 40.000 hl) nicht wiederbefüllt, obwohl sie seit Jahren mit dem Mehrweg-Pfandsatz von 8 Cent pro Flasche belegt sind. Dies teilt aktuell die Umweltorganisation auf einer Pressekonferenz in Berlin mit.
Damit würde sich die größte deutsche Brauereigruppe durch die angeblichen Mehrwegflaschen einen Verkaufsvorteil von über 4 Euro pro Bierkasten erschleichen. Nach der Verpackungsverordnung hätte Radeberger für die ökologisch nachteiligen Einwegflaschen ein Pfand in Höhe von 25 Cent erheben müssen, tatsächlich nimmt man nur 8 Cent pro Flasche.
Radeberger wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen und legt Gegenbeweise vor.
Man habe gemeinsam mit dem Corona-Hersteller Grupo Modelo hohe Investitionen getätigt, um die Leergutrückführung nach Mexiko zu gewährleisten. Es seien mehrere Millionen Euro in neue Mehrwegkästen geflossen. Schriftlich liegt die Bestätigung des Modelo-Managements vor, wonach die Flaschen aus Deutschland gewaschen und wiederbefüllt werden. Allerdings würden für Deutschland nur neue Flaschen eingesetzt, die wiederbefüllten würden in andere Märkte wandern.



