Die durch ihre Kampagnen in Sachen (Einweg-)Flaschen berühmt-berüchtigte Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit Sitz in Berlin und die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) haben heute erneut Kurzfilme mit dem sogenannten "Mehrweg-Filmpreis" ausgezeichnet. Dotiert waren die Kategorien Werbespot und Kurzfilm mit jeweils immerhin 2000 Euro; das Preisgeld ist beträchtlich und durchaus ebenbürtig mit dem Etat diverser Kurzfilmfeste. Nicht immer erfüllen die Preisträgerfilme allerdings den selbstgesteckten Rahmen der DUH: So geht etwa aus dem Preisträgerfilm der Katagorie Kurzfilm, Kurt Bölls "Versuch das mal mit Plastik", nicht wirklich hervor, ob und warum eine Glasflasche nun tatsächlich umweltverträglicher ist als eine Kunststoff-Verpackung.
Dass die DUH eine klare wirtschaftspolitische Ausrichtung hat, bewies sie erst Ende September wieder mit einer breit angelegten Kampagne gegen Getränkekartons bzw. darauf verwendete Druckchemikalien. Bereits zuvor hatte die DUH in Abrede gestellt, dass Getränkekartons tatsächlich ökologisch vorteilhaft seien. Die SIM wiederum will die Öffentlichkeit "über die ökologischen Vorteile von Mehrwegssystemen" informieren. Im Kuratorium der SIM sitzt u.a. der Gf der DUH, Jürgen Resch. (29.10.2009, 12:22 Uhr)


