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Drei-Stufen-Plan für Freizeit, Gastro und Kultur

Keine Corona-Diskussion ohne politisches Geschacher: Kurz vor den für heute anberaumten Beratungen der Kanzlerin mit der Ministerrunde sind die Wirtschafts- und Tourismusminister von NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen vorgeprescht und haben einen Drei-Stufen-Plan zur Aufhebung der Einschränkungen für Gastronomie und Hotellerie vorgelegt.

Das Papier sieht Lockerungen bereits ab Anfang Mai vor. So will Niedersachsen mit der Öffnung von Zoos und Freizeitparks für den 7. Mai beginnen, auch Gartenschauen und Museen sollten wieder geöffnet werden und Ausflugsschiffe wieder fahren dürfen. In der zweiten Phase würden dann am 11. Mai Restaurants, Biergärten etc. und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels folgen. Ab 25. Mai könnten dann Schwimmbäder wieder öffnen, Kulturveranstaltungen stattfinden und Übernachtungen überall möglich sein. Zu welchem Datum andere Länder mitziehen oder nicht, sollten sie "in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Minister.

Die Bundesländer sind bislang sehr unterschiedlich stark von Corona betroffen; unter den Ministerpräsidenten der Länder gibt es entsprechend unterschiedliche Auffassungen über den weiteren Kurs in der Corona-Krise.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte heute im Bayerischen Rundfunk vor übereilten Lockerungen. Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten "eine zweite Welle, ein Rückfall". Das Beispiel Singapur zeige, wie es Ländern ergehe, die zu schnell gelockert hätten und dann eine zweite Corona-Welle erlebt hätten. Söder: "Ich kann die Situation der Bayern nicht davon abhängig machen, ob in einem anderen Land eine Regierung das ganz anders sieht."

 

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