Überraschende Wende bei Dinkelacker-Schwabenbräu . Der erst im September 2020 als Hoffnungsträger gekommene Colin Dinkelacker wird seinen Posten als Sprecher der Geschäftsführung spätestens Ende März räumen. Er sehe seine Zukunft außerhalb der Familienbrauerei argumentierte der 30-Jährige als er seine Mitarbeiter vorgestern informierte. In der Brauerei wurde die Nachricht mit Fassungslosigkeit aufgenommen.
Der von Ritter Sport gekommene Junior stand für den Aufbruch. Er hatte der Brauerei eine Radikalkur verpasst, Handelschef Christian Malzer rausgeworfen und die komplette Marketingabteilung mitsamt Direktor Stefan Seipel dicht gemacht. Jetzt sollen doch wieder eigene Marketing-Mitarbeiter eingestellt werden. Und auch im Handel läuft es für den aus dem Export rübergeholten Malzer-Nachfolger Christian Liess nicht richtig rund, wissen INSIDER. Die für 1.2. angekündigte Preiserhöhung ist bei vielen Großkunden noch nicht umgesetzt. Auch weil sie etwas zu ambitioniert vorgetragen wurde. Angeblich hat Dinkelacker für die Kiste Schwabenbräu einen nur 50 Cent höheren UVP definiert, obwohl die Kiste in der neuen Preislste um 70 Cent erhöht wurde...
Der Chefposten der höchstens noch 450.000 hl großen Brauerei wandert bis auf weiteres zu seinem Onkel und Beiratsschef Christian Dinkelacker, 57. Dass er die Brauerei nur für eine Übernahme trimme, hatte Colin immer vehement bestritten. Die Familienbrauerei war schon einmal verkauft worden (erst an Spaten, dann an Inbev), bevor sie Colins Großonkel Wolfgang Dinkelacker 2007 zurück erwarb.

