Die Deutsche Umwelt Hilfe DUH und ihr Geschäftzsführer Jürgen Resch haben eine neue Zielscheibe gefunden. Der Verein prangert den Verkauf von pfandfreien Dosen bei Kiosken, Tankstellen und Gemüsehändlern an. Besonders Coca-Cola-Produkte würden ohne DPG-Label verkauft.
Resch: "Der in Berlin und einigen weiteren Großstädten zu beobachtende pfandfreie Verkauf von Getränken schädigt alle Betriebe, die Recht und Gesetz beachten und insbesondere das umweltfreundliche Mehrweg-Getränkesystem. Bei den von der DUH festgestellten Verstößen gegen die Pfandpflicht handelt es sich keineswegs um Einzelfälle oder Irrläufer, sondern um organisierte Rechtsverstöße.“ Über einen Berliner Lebensmittel-Großhändler hatte sich die DUH zuvor 300 pfandfreie Coke-Dosen zum Weiterverkauf besorgt.
Peinlich für Coke: Es handelt sich nicht immer um aus dem Ausland grau importierte Ware. Die Deutsche Umwelthilfe behauptet in den vergangenen Jahren Coca-Cola "bereits mehrfach auf den Missstand hingewiesen" zu haben, "dass sogar in Deutschland abgefüllte, angeblich für den Export produzierte Dosengetränke über Kioske und Imbissbuden verkauft werden." Der zuständige Coca Cola Manager habe sich seinerzeit mit dem Hinweis gerechtfertigt, diese speziellen Getränkedosen seien für den Verkauf auf
Kreuzfahrtschiffen und Militäranlagen bestimmt und er könnte sich nicht erklären, wie diese in Döner-Buden und Imbissständen gelangten. (3.8.2009, 10.13 Uhr)


