Die Sektkellerei und Oetker-Tochter Henkell & Co. will sich offenbar für 300 Mio Euro die Mehrheit am spanischen Cava-Haus Freixenet sichern. Spanische Medien berichten aber auch von heftigen Kämpfen innerhalb der Gesellschafterfamilien bei Freixenet. Die Inhaberfamilien Bonet und Hevia verfügen demnach zusammengerechnet über etwa 58 % der Anteile - sie könnten verkaufen wollen. Gegen einen Verkauf sträuben sich aber offenbar noch die die Erben der Ferrer-Noguer-Familie, Pedro und José Maria Ferrer Sala, die auf den restlichen 42 % der Anteile sitzen. Immer wieder ins Feld geführt wird in diesem Zusammenhang auch ein Vorkaufsrecht der Salas, was die Sache verkomplizieren würde.
Bei einem Umsatz von 501 Millionen Euro 2015 (- 5,6 %) sank der Gewinn bei Freixenet 2015 um 71 Prozent auf 2,2 Millionen Euro, die Schulden stiegen laut spanischen Medien auf 150 Millionen Euro. Henkell kooperiert seit langem international mit Freixenet.


