Der weltweit zweitgrößte Brauereikonzern SABMiller schwächelt auf dem europäischen Biermarkt. Im ersten Geschäftsquartal (1.4.-30.6.) wurden in Europa sechs Prozent weniger abgesetzt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. In Europa ist SABMiller u.a. mit den Marken Grolsch, Peroni, Pilsener Urquell, Lech und Tyskie aktiv.
Besonders heftig traf es Polen, wo SABMiller 15% des Absatzes verlor. In Tschechien und der Slowakei gingen acht Prozent des Volumens flöten. Großbritannien verlor 4% des Absatzes. Italien erzielte bei sinkenden Absätzen ein leichtes Umsatzplus. Alle übrigen europäischen Einheiten (einschließlich Köln) hätten laut Bericht zusammen ein "kleines einstelliges" Umsatzwachstum erreicht.
Trotz guter Entwicklung in Lateinamerika (+6%), Afrika (+7%) und Asien (+4%) musste der Konzern insgesamt Federn lassen, was hauptsächlich auf Währungseffekte, sprich: auf den starken Dollar zurückgeführt wird. So sei der Umsatz organisch bis Ende Juni um drei Prozent gestiegen. Umgerechnet in Dollar, der Währung, in der SABMiller bilanziert, brachen die Umsätze allerdings um 10 Prozent ein.


