Der 2017 mit rund 55,7 Mrd US-Dollar umsatzstärkste chinesische Online-Händler JD.com plant nach einem Bericht des Handelsblattes den Markteintritt in Deutschland. Erst vor kurzem hatte die chinesische Plattform Alibaba (rund 40 Mrd US-Dollar Umsatz) ebenfalls ihre deutschen Ambitionen ventiliert. Das Handelsblatt zitiert JD-CEO Richard Lui mit der Aussage, man wolle künftig auch Waren innerhalb Europas verkaufen, also nicht nur aus China importieren.
Zuletzt hatte Google 550 Mio US-Dollar in JD investiert. Damit erwächst auch dem bislang größten Internethändler Amazon hierzulande erstzunehmende Konkurrenz. JD liefert in China auch frische Lebensmittel und betreibt High-Tech-Supermärkte. In Europe will der Konzern nun Logistikzentren aufbauen; laut Lui denke man bei JD über Übernahmen nach, um den Markteintritt zu beschleunigen. Laut Manager Magazin rechnet die Managementberatung Oliver Wyman damit, dass Alibaba und JD "bereits 2025 mit rund 553 Milliarden Euro mehr Umsatz machen werden als die zehn größten deutschen Handelsgruppen bei stabilem Wachstum".



