Bis Mittwoch dieser Woche muss AB Inbev ein Angebot abgeben, das der potentielle Übernahmekandidat SAB Miller nicht ablehnen kann. Das Gezocke um den Preis hat sich in den vergangenen Tagen deutlich verschärft (<link alle-meldungen news-detail stiff-upper-lip-sabmiller-is-not-amused.html _blank>unser Bericht vom Freitag). Jetzt geht das erbittert geführte Bieter-Rennen in die Finalrunde.
Am Wochenende macht die Meldung die Runde, dass das SAB-Management neue Finanzziele ausgegeben hat: Einsparungen von mindestens 1,05 Mrd Dollar pro Jahr bis 2020 - also deutlich mehr als die bisher versprochenen Einsparungen von jährlich 500 Mio Dollar bis 2018. Eine Finte, um die Aktionäre dazu zu bewegen, die Übernahme durch AB Inbev abzublasen? Das Feld der Aktionäre gilt in dieser Frage als gespalten. Die Altria Group Inc. (27 %) soll sich bereits für das vorliegende Angebot von AB Inbev (42,15 Pfund/Aktie) ausgesprochen haben. Die Santo Domingo-Familie (14 %) soll aber der Meinung sein, SABMiller habe bessere Wachstumsaussichten als der größere Wettbewerber.
Unterdessen soll AB Inbev nach einem Bericht der Welt, der sich wiederum auf die Agentur Bloomberg stützt, erwogen haben, das Übernahmeangebot auf etwa 43 Pfund/Aktie zu erhöhen. Das ist nicht bestätigt. Das SAB Miller-Management hatte immer wieder angedeutet, man strebe einen Preis mehr in Richtung 45 Pfund/Aktie an.



