Was INSIDE 925 (heute im Briefkasten) groß thematisiert, wird nun erstmals in konkrete Zahlen gegossen: Das Absatzloch ist da - zumindest beim Bier. Die deutschen Brauereien und Bierläger haben laut Statistischem Bundesamt im März 10,9% gegenüber März 2022 verloren, auf jetzt 6,902 Mio hl. Im Inland waren es gar -13,6%. Der Export gewann immerhin 1,8% (EU: 2,6%; Drittländer: 1,1%) dazu. Damit steht nach den (auch coronabedingten) Zugewinnen im Januar und dem mit -3% noch zart negativen Februar nun auch aufgelaufen ein Absatzminus von 2,4% gegenüber 2022. Alkoholfreie Biere sind in den Zahlen der Steuerstatistik wie immer nicht enthalten.
Viele Brauer hatten wegen vermuteter Konsumzurückhaltung (teils in Folge von Preiserhöhungen) und dem außergewöhnlich starken Sommer 2022 für das Gesamtjahr 2023 ohnhein mit moderaten Absatzverlusten geplant. Im März kam zu diesen einkalkulierten Effekten noch schlechtes Wetter dazu, die Sonne schien mit durchschnittlich 100 Stunden nicht mal halb so lang wie im Vorjahr (256 Stunden). Außerdem war der Vergleichswert aus März 2022 besonders stark: Damals hatte der Absatz mit 7,743 Mio hl sogar weit über dem Vor-Corona-Jahr 2019 (7,016 Mio hl) gelegen.
Laut INSIDERN dürften die Bierabsätze im April mindestens so schlecht sein wie im März: Weiterhin miese Witterung und zwei Arbeitstage weniger als im Vorjahr könnten erneut zu einem zweistelligen Minus führen.


