AB Inbev Deutschland will künftig noch mehr Bier bei der Brauerei Hasseröder in Wernigerode produzieren als bisher. Man strebe dort in diesem oder spätestens im kommenden Jahr einen Absatz von 3 Mio hl Bier an, sagte AB Inbevs Deutschland-Statthalter Chris Cools heute vor Ort; den bisherigen Absatz dort rechnet der Konzern bislang auf rund 2,7 Mio hl hoch und will alleine 2011 satte 10,2 Prozent mehr verkauft haben - wohl auch ein Erfolg der letzten Herbst eingeführten Individualpulle. Für Mitte Mai kündigte Cools eine neue Sorte "Fürstenbräu" für Wernigerode an.
In den vergangenen drei Jahren hat AB Inbev bei Hasseröder laut Cools 40 bis 45 Mio Euro investiert. Zu spüren bekommen hat das u.a. auch die mittelständische Konkurrenz, die seit der Einführung der Hasseröder-Individualglasflasche auch politisch einen Feldzug gegen das Gebinde führt - angesichts immer höherer Sortierkosten, die wegen der neuen Flaschen auf den Markt zukommen. Den Marktanteil von Hasseröder (laut Cools im Osten bei 15 Prozent) will AB Inbev weiter ausbauen.


