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Coke setzt weiter auf Plastik

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat Beatriz Perez, Senior Vice President und Nachhaltigkeits- und Kommunikationschefin von Coca-Cola erklärt, dass ihr Unternehmen auch künftig nicht auf Plastikflaschen verzichten werde. Dies würde Kunden verprellen, da diese die leichten Flaschen durchaus zu schätzen wüssten. "Das Geschäft wird nicht funktionieren, wenn wir den Verbrauchern nicht entgegenkommen", so Perez.

Die ausschließliche Verwendung von Dosen und Glas könnte den CO2-Fußabdruck von Coke sogar erhöhen, gab sie zu bedenken. Gleichzeitig erkannte sie jedoch auch an, dass Coca-Cola im Kampf gegen Plastikmüll „Teil der Lösung“ sein müsse.

Bis 2030 hat sich Coca-Cola unter anderem dazu verpflichtet, mindestens 50% recyceltes Material für seine Verpackungen zu verwenden. Diese neue Verpackungsstrategie stellte John Galvin, Gf Coca-Cola European Partners Deutschland, bereits im November 2019 auf dem Get.In.-Kongress vor.

In Deutschland setzt Coca-Cola nichtsdestotrotz ohnehin verstärkt auf Glas. Am Standort im baden-württembergischen Deizisau investierte CCEP DE im April 2019 rund 5 Mio Euro in eine Glas-Mehrwegproduktion (INSIDE berichtete). Im Juni wurde am Coca-Cola-Standort Lüneburg eine neue Glasmehrweglinie (Kosten: 29 Mio Euro) in Betrieb genommen und füllt dort seitdem neben Coca-Cola und Coca-Cola Zero auch Vio-Mineralwasser in der 1-Liter-Glasflasche für den Handel ab (INSIDE 830).

Coca-Cola produziert etwa drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen pro Jahr - das entspricht 200.000 Flaschen pro Minute. Diese Daten, die sich auf das Jahr 2017 beziehen, stellte das Unternehmen im vergangenen Jahr erstmals der Aktivistin Ellen MacArthur zur Verfügung.

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