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Carlsberg: Fibre Bottle im Test

Carlsberg arbeitet bereits seit 2015 an der Fibre Bottle

Die Carlsberg-Gruppe startet ab sofort einen weiteren Testlauf mit ihrer Fibre Bottle, einer biobasierten und vollständig recylebaren Bierflasche. Carlsberg arbeitet an der Papier-Lösung bereits seit 2015. Im Rahmen des nach eigenen Angaben bisher größten Pilotprojekts werden nun 8.000 Fibre Bottles in acht westeuropäischen Märkten (Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Vereinigtes Königreich, Polen und Frankreich) erstmals direkt von Verbrauchern getestet. Dazu würden die Flaschen im Rahmen ausgewählter Festivals und Veranstaltungen sowie durch gezielte Produktproben in die Hände der Verbraucher gelangen.

Die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesem Testlauf will Carlsberg wiederum in die nächste Generation des Designs einfließen lassen. Bei der Barrieretechnologie setzten die Dänen bei ihrer Fibre Bottle auf die Auskleidung mit dem pflanzlichen Polymer PEF, das von Carlsbergs Partner Avantium, einem führenden Experten für erneuerbare Chemie, entwickelt wurde. PEF wird vollständig aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und soll mit Kunststoff-Recycling-Systemen kompatibel und komplett biologisch abbaubar sein.

Barriere als große Herausforderung

Stephane Munch, Vice President Product Development bei Carlsberg, erklärt: "PEF als kompetente funktionale Barriere für Bier zu identifizieren und zu produzieren, war eine unserer größten Herausforderungen - gute Testergebnisse zu erhalten, mit Lieferanten zusammenzuarbeiten und zu sehen, wie die Flaschen auf der Linie abgefüllt werden, ist daher ein großer Erfolg!"

Die Außenhülle der Flasche besteht eigenen Angaben zufolge aus nachhaltig gewonnenen Holzfasern und soll ebenfalls biobasiert sein. Die Schale wirke zudem isolierend und halte das Bier im Vergleich zu Dosen oder Glasflaschen länger kühl. Hergestellt wird die Außenhülle von der Verpackungsfirma Paper Bottle Company (Paboco). Das Einzige was an der Flasche bisher nicht 100% biobasiert ist, ist der Verschluss. Im Laufe des nächsten Jahres will Carslberg mit seinen Partnern aber auch hier eine Lösung auf Faserbasis vorstellen.

Fibre Bottle soll so umweltfreundlich wie Mehrweg-Glasflasche werden

Die Herstellung der neuen Generation der Fibre Bottle schneide dabei in der Ökobilanz besser ab als eine Einweg-Glasflasche. Für die Zukunft hat sich Carlsberg das Ziel gesteckt, dass die Fibre Bottle bis zu 80% weniger Emissionen verursacht als die derzeitigen Einweg-Glasflaschen. So könnten für jede hergestellte Einweg-Glasflasche fünf Fibre Bottles mit dem gleichen CO2-Fußabdruck hergestellt werden. Letztendlich strebe Carlsberg an, dass die Fibre Bottle den gleichen niedrigen CO2-Fußabdruck erreicht wie eine Mehrweg-Glasflasche.

Sollte die Fibre Bottle in großem Maßstab auf den Markt kommen, so werde sie bestehende Verpackungen wie Glasflaschen und Dosen ergänzen, anstatt sie zu ersetzen, heißt es seitens des Konzerns.

Das für den Testlauf abgefüllte Bier soll eigenen Angaben zufolge auch nachhaltig sein. Demnach habe Carlsberg in Zusammenarbeit mit dem Gerstenmalzlieferanten Soufflet ein Bier mit Gerste gebraut, die vollständig biologisch und regenerativ angebaut wurde.

Neben Carlsberg arbeiten weitere Hersteller wie Coca-Cola, Pepsi und Diageo an der Entwicklung von Papierflaschen.

 

 

 

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