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Carlsberg schaut ins Ofenrohr

Katastrophale Einbrüche im osteuropäischen, sprich: vor allem russischen Biergeschäft haben dem Carlsberg-Konzern ordentlich die Zahlen für das zweite Quartal 2015 und für das gesamte erste Halbjahr 2015 versaut. So verlor Carlsberg 19 % Bierabsatz allein im zweiten Quartal in Osteuropa und kommt dort auf ein Halbjahres-Minus von 18 % (oder 16 statt 19,5 Mio hl). Aber auch das westeuropäische Biergeschäft gab allein in Q2 um organisch 5 % auf 14,1 Mio hl nach; für das Halbjahr steht hier noch ein zartes Minus von 1 %.

 

Insgesamt hat der nach eigener Rechnung 2014 rund 134 Mio hl Bier große Carlsberg-Konzern im ersten Halbjahr 2015 mit 66 Mio hl weniger Bier verkauft als noch im ersten Halbjahr 2014 (knapp 68 Mio hl); der Rückgang war im Prinzip komplett dem zweiten Quartal (38,6 statt 40,3 Mio hl) geschuldet - ein Minus von 4 %. Bereinigt um Zukäufe ergibt sich gar ein Absatz-Minus von 5 %.

 

Von April bis Juni fiel der operative Gewinn vor Sondereffekten um fast 19 Prozent auf 2,92 Milliarden Dänische Kronen (rund 290 Millionen Euro). Carlsberg kündigte denn auch an, der operative Gewinn dürfte im Geschäftsjahr leicht zurückgehen. Für den erst im Juni angetretenen Vorstandschef Cees 't Hart ein harter Brocken: Offenbar zündet der verkündete Sparkurs nicht wie erwünscht, 2016 soll es ein neues Strategiepapier geben.

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