Wegen der massiven Verteuerung bei Malz, Glas und Energie hat der dänische Carlsberg-Konzern Preiserhöhungen für seine Biere angekündigt - nur nicht für Deutschland. Hamburger Medien zitieren eine Sprecher des Unternehmens mit der Aussage, für den deutschen Markt seinen bislang keine Preissteigerungen vorgesehen.
Carlsberg drückt insbesondere der russische Markt auf die Bilanz, die für 2010 ansonsten ganz hübsch ausfällt. Der Gewinn war insgesamt um satte 49 Prozent auf 5,4 Milliarden Kronen (724 Millionen Euro) gestiegen, insbesondere dank großer Zuwächse in Nord- und Westeuropa sowie in Asien; der Umsatz stieg um 1 Prozent auf 60 Mrd Kronen (gut 8 Mrd. Euro). Anders in Russland: Dort verdreifachte sich 2010 die Alkoholsteuer und trübte den Betriebsgewinn zwischen Oktober und Dezember ein - er schrumpfte in dieser Zeit um ein Drittel auf umgerechnet 148 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet sich Carlsbwerg, auch im Zuge der angekündigten Preiserhöhungen, für Russland wieder ein Wachstum von bis zu vier Prozent aus.


