AB Inbev hat für Beck´s die "Sail away"-Kampagne eingemottet, da segelt Carlsberg frisch aufgedonnert auch schon weiter: "Sail ´22" heißt das Strategiepapier, das CEO Cees ´t Hart heute in Kopenhagen rausgelassen hat. Sechs Monate lang, heißt es, hätten die fähigsten Köpfe im Top-60 Leadership Team an dem Papier gefeilt, nun ist es also da. Carlsberg will, so heißt es dort wenig überraschend, ein "Successful, Professional" und "Attractive Brewer" in den jeweiligen Märkten sein - angesichts der Probleme in bisherigen Kernmärkten (vor allem Russland) eine Parole mit Ansage. Zu diesen Kernmärkten zählt Carlsberg nebst Osteuropa auch Westeuropa uns Asien - eine Art Bestandsgarantie.
Zu den Maßnahmen, mit denen sich Carlsberg bis 2022 wieder Luft nach oben verschaffen will, gehören u.a. die Fokussierung auf "Big Cities" als Folge der Urbanisierung, Wachstum in Asien, der Ausbau der Craft- und Spezialbierabteilung und eine neue "Winning Culture", was auch immer man sich genau darunter vorstellt. Zugleich will Carlsberg nochmal Stellen abbauen. 1.700 "White Collars" (also hauptsächlich Verwaltungsangestellte) seien schon gekündigt, weitere 400 sollen dieses Jahr folgen.
Den Aktionären signalisierte ´t Hart eine Dividendenausschüttung von bis zu 50 % des jährlichen Gewinns (Dividend pay-out ration of 50 %) und weitere Zuwendungen für den Fall, dass Geld übrig ist - eine Ankündigung, die an der Börse nicht mit dem gleichen Wohlwollen aufgenommen wurde wie von den Aktionären selbst.



