Nach den privaten Brauereien Bayerns hat nun mit Carlsberg auch ein Konzern Bierpreiserhöhungen für das kommende Jahr angekündigt. Obwohl die Dänen im dritten Quartal einen Gewinnanstieg um satte 26 Prozent auf 446 Mio Euro einbuchten und vor allem in Osteuropa kräftig Kasse machten, schätzen neben den Analysten offenbar auch die Konzernstrategen die Lage in Nord- und Westeuropa unverändert kritsch.
Trotz des Gewinnansteigs verloren die Carlsberg-Aktien, weil sich viele Anleger offenbar mehr erwartet hatten; zugleich teilte das Unternehmen mit, wegen der gestiegenen Rohstoffpreise nächstes Jahr auch die Bierpreise anheben zu müssen. Oder jedenfalls zu wollen. Wie weit es mit derlei Ankündigungen her ist, zeigt sich bekanntlich immer erst am Schluss; die meisten vorsichtigen Preiserhöhungen aus dem Jahr 2010 sind durch die Aktionitis der Handelsketten weggeputzt. Weshalb die kleineren Brauereien nun auch rechtzeitig zur Nürnbegrer Brau Beviale wieder Alarm schlagen - angesichts massiver Erhöhungen der Rohstoffpreise und immer weniger Bierkonsum.



