"Es ist verwunderlich und ärgerlich zugleich, wie Christian Rasch, der neue Chef der Rothaus-Brauerei, versucht, die Position seines Unternehmens mit Unwahrem und Halbwahrem ins rechte Licht zu rücken": In Baden-Württemberg kochen nicht nur bei Gottfried Härle, Leutkirch, die Emotionen hoch, seit der Chef der 2013 rund 760.000 hl großen Staatsbrauerei in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Econo losgeldert hatte: "Unsere Wettbewerber haben höhere Personal- und Werbekosten. Das kompensieren sie, indem sie ihre Rohstoffe billiger auf dem Weltmarkt einkaufen. Dann kommt der Hopfen aus Russland, Bulgarien oder Australien.“
Das wollen nun einige der - nicht namentlich von ihm - Benannten nicht mehr auf sich sitzen lassen; Härle schrieb also im Namen der Brauer mit Leib und Seele (zu denen neben der Brauerei Clemens Härle die Dachsenfranz Biermanufaktur, Zuzenhausen, die Herbsthäuser Brauerei, die Hirsch-Brauerei Honer, Wurmlingen, die Kaiser-Brauerei, Geislingen/Steige, die Bräunlinger Löwenbrauerei, die Brauerei Schimpf, Remmingsheim, die Brauerei Stolz, Isny, und die Tettnanger Kronenbrauerei gehören) einen Leserbrief an Econo. Und rettet die Brauer-Ehre: Die neun bei den „Brauern mit Leib und Seele“ zusammengeschlossenen kleinen und mittelständischen Brauereien kauften, ähnlich wie zahlreiche weitere Brauhäuser auch, "seit vielen Jahren ihr gesamtes Braugetreide ausschließlich aus Baden-Württemberg, oftmals direkt bei den erzeugenden Landwirten". Auch beim Hopfen sei "die Empfehlung von Christian Rasch an seine regionalen Wettbewerber völlig überflüssig, künftig auf Hopfen aus Tettnang anstatt aus Russland, Bulgarien oder Australien zu setzen. Unsere Brauereien stehen im Wettbewerb zu Rothaus. Und beziehen seit langem – vielfach sogar ausschließlich – besten Tettnanger Hopfen."
Zudem verschleiere Rasch mit Blick auf die angeblich höheren Werbeausgaben des Wettbewerbs die wahren Fakten: "Fast monatlich erleben wir, wie die badische Staatsbrauerei mit hohen Summen prestigeträchtige Absatzstätten – so u.a. Messehallen, Fußballstadien, Veranstaltungen, Tourismusziele – „kauft“, um dort ihre Biere zu platzieren. Oft geht dieser Sponsoring-Wettbewerb zu Lasten von uns kleinen und mittelständischen Brauereien. Wir beklagen uns darüber nicht, legen aber großen Wert darauf, dass der neue Rothaus-Chef diese Tatsachen nicht verschleiert und ein falsches Rothaus-Märchen erfindet."
Rasch steht damit nun schon zum zweiten mal binnen kurzer Zeit im Fokus von Brauer-Kollegen, seit Waldhaus-Chef Dieter Schmid <link http: alle-meldungen news-detail waldhaus-chef-motzt-gegen-rothaus.htmlhttp: www.inside-getraenke.de waldhaus-chef-motzt-gegen-rothaus.html _blank>kürzlich über die mutmaßlichen Wettbewerbsvorteile der Staatsbrauerei geklagt hatte.



