Dirk Kollmar wurde gestern von Bundespräsident Christian Wulff ausgezeichnet. Die Nachricht löste bei Wettbewerbern Entsetzen aus. Doch zu Unrecht. Denn der geschäftsführende Gesellschafter der gut acht Millionen Hektoliter großen Oettinger-Gruppe wurde nicht aufgrund seiner Verdienste um die Brauerei ausgezeichnet. Die Billigpreise seiner Braugruppe dürften für die Branche in der Tat eher bereinigende denn befruchtende Wirkung besitzen. Kollmar erhielt den Orden für sein Engagement im Basketball und als Impresario des Gothaer Volksfestes. In der offiziellen Begründung zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes heißt es:
"Herr Kollmar ist Präsident des Thüringer Basketballverbandes und Vorsitzender des Vereins „Basketball in Gotha“, den er 1998 aufgebaut hat. Der Verein ist leistungs- wie auch breitensportorientiert. Besonderes Gewicht hat die Nachwuchsförderung. So werden Kinder bereits ab dem dritten Lebensjahr an das Basketballspiel herangeführt. Außerdem wird im Verein sehr intensiv Rollstuhlbasketball betrieben. Daneben engagiert sich Herr Kollmar im Bereich der Kultur. Er hat u. a. großen Anteil am jährlichen „Gothardus-Fest“, dem traditionellen Kulturfest der alten Residenzstadt Gotha, das nach ihrem Schutzpatron benannt und seit einigen Jahren eines der größten Volksfeste Thüringens ist"



