Die Ostsee-Insel Rügen bekommt eine Brauerei: Ein gutes Jahr nach seinem Abschied ("in aller Freundschaft") als Gf der Stralsunder Brauerei (Störtebeker) hat Braukunst-Pionier Markus Berberich heute in einer nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats von Rambin Pläne für einen Brauerei-Neubau vorgelegt; wie es heißt, wurden die Pläne dann auch genehmigt. Der Schritt war von INSIDERN lange erwartet worden.
Schon vor Monaten hatte INSIDE (Ausgabe 683) über mutmaßliche Brauerei-Pläne der branchenbekannten Grolsch-Erben de Groen berichtet; auch wenn sich Markus Berberich immer noch beharrlich über seine künftigen Mitgesellschafter auf Rügen ausschweigt, sind sich Beobachter sicher, dass die de Groens im Spiel sind. Das Projekt ist ambitioniert: Markus Berberich (mit Wohnsitz auf Rügen) dürfte dabei an einer radikalen Auslegung des Begriffs Braukunst gelegen sein. Er gilt als Kritiker des bestehenden Reinheitsgebotes; was er genau in der 1000-Einwohner-Gemeinde vorhat, ist noch nicht bekannt. Pikant: Rambin liegt gerade mal 12 Kilometer von Berberichs früherem Arbeitgeber, der heute so genannten StörtebekerBraumanufaktur, entfernt.
In Rambin ist auch die "Alte Pommernkate" beheimatet, ein Gehöft mit Bauernmarkt, Sonnenterasse und Hofcafè, das von der Anmutung her an ein Projekt der de Groens im belgischen Wilderen erinnert. INSIDER würden sich nicht wundern, wenn die Holländer mit gewissem Hang zur Komplettlösung auch auf Rügen heimisch werden würden.



