Bei den deutschen Brauereien wird die Not immer größer. In einem gemeinsamen Schreiben ("Offener Appell") wenden sich die sechs Regionalverbände und der Deutsche Brauer-Bund heute an die Politik. Es mache sich "Existenzangst" breit, auch aufgrund einer "völlig verfehlten Energiepolitik". Die rasant gestiegenen Beschaffungskosten für Gas und Strom ("bis zu 1.000 % gegenüber demselben Vorjahreszeitpunkt") und in der Folge auch die Steigerungen für Malz, Glas, Kronkorken und Verpackung ("ca. 80 %" sowie Paletten ("150 %") stelle die Branche vor "schier unüberwindliche Herausforderungen". Dazu käme der CO2-Mangel, der zu Produktionsschließungen führe.
Die sieben Brauereiverbände stellen vier Forderungen:
1. Deckelung des Gas- und Strompreises auf einem Niveau, das den Betrieben (nicht nur) der Brauwirtschaft die Aufrechterhaltung ihrer Produktion erlaubt und so die Arbeitsplätze erhält.
2. Nutzung aller verfügbaren Energieträger zur Herstellung von Strom! Dies trägt dazu bei, dass unsere mittelständische Brauwirtschaft und alle am Markt tätigen Unternehmen und Bürger diese Energiekrise durchstehen.
3. Alle Bestandteile, die die Höhe des Gas- und Strompreises beeinflussen, müssen auf den Prüfstand. Die nachhaltige Reduktion bzw. zeitweilige Aussetzung von Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom und Gas bieten eine unmittelbare und schnelle Hilfe.
4. Aussetzung bzw. Korrektur der „Merit-Order-Regelung“ vor dem oben geschilderten Hintergrund.
Unterzeichnet ist der Hilferuf von den sieben Präsidenten Jörg Lehmann (Deutsche Brauer-Bund ), Michael Hollmann (NRW), Sebastian Holtz (Nord), Georg Schneider (Bayern), Steffen Dittmar (Sachsen), Stephan Fahrig (Mitte) und Matthias Schürer (Baden-Württemberg).


