Der nicht eben sommerliche Juli hat den deutschen Brauern ein Absatzplus verschafft - allerdings im Vergleich zum desaströsen Vorjahres-Juli. Insgesamt gab es laut Statistischem Bundesamt ein Plus von 3,9 % auf 9.080.446 hl; versteuert, d.h. im Inland war es immer noch ein Plus von 3,6 % (auf 7.370.493 hl). Der positive Trend beim Export hält an und schlägt diesmal mit 5,3 % zu Buche (auf 1.709.954 hl). Innerhalb der EU steigert sich der Export allerdings nur noch um 1,2 %; außerhalb der EU waren es dagegen 18,3 % (466.487 hl).
Aufgelaufen stand für die deutsche Brauwirtschaft zu Ende Juli aber immer noch ein Sieben-Monats-Minus von zarten 1,4 % - (auf 58.162.380 hl gesamt; Inland: 48.457.124 hl) eine Lücke, die der August gemäß Branchen-Beobachtern mit etwas Glück noch wettmachen könnte. Die Biermischgetränke näherten sich im Juli mit einem Plus von 17,2 Prozent der 500.000 hl-Grenze und stehen aufgelaufen bis Ende Juli bei rund 2,79 Mio hl - ein Plus von 13.3 %.
Wie erwähnt muss beim Juli-Vergleich immer berücksichtigt werden, dass der Monat Juli im Jahr 2011 ein Waterloo für die Bierbranche war. Seinerzeit gab es ein Absatz-Minus von satten 16,8 % gegenüber Juli 2010, im Inland sogar ein Minus von 19,2 %. Die Biermischgetränk rumsten um 40,6 (!) Prozent gegenüber Juli 2010 in den Keller.


